Samstag, 3. Oktober 2009

Wahl zum Familienkalender 2010

Nichts ist schlimmer, als nicht zu wählen, wenn es zur Wahl kommt. Denn man lässt dadurch andere über sich bestimmen. Und nach dem Motto „Früh übt sich“ haben wir heute im Kreise unserer Familie eine Wahl durchgeführt - die Wahl zum:

Familienkalender 2010

Zur Wahl standen (Links weisen jeweils zu Amazon, wo ich auch die Bilder für den Wahlzettel her hatte):

Wahlvorbereitungen

Um die Wahl vorzubereiten, hatte ich einen Wahlzettel erstellt und vier Mal ausgedruckt. Den Original-Wahlzettel könnt Ihr am Ende dieses Blogposts herunterladen. Außerdem hatte ich einen kleinen Karton zur Wahlurne umfunktioniert.

Die Wahl

Im Nachklang zur Bundestagswahl 2009, die bislang mit 70,8 Prozent die niedrigste Wahlbeteiligung seit Bestehen der Bundesrepublik hatte, erklärten meine Frau und ich unserem 6-jährigen Sohn, was eine Wahl ist, und was man zu tun hatte. Unser 3-jähriger Sohn hat auch mitgemacht... ich glaube aber, ihm müssen wir das später noch einmal erklären.

Jeder von uns hatte 3 Stimmen, die es auf die Kalender zu verteilen galt. Wahlberechtigt waren alle, die ein Kreuz machen konnten.

Amtliches Wahlergebnis

Kurz nach dem Frühstück stand das amtliche Wahlergebnis fest:

Wahlbeteiligung: 100% - Ungültige Stimmen: keine. Also werden uns, wie auch dieses Jahr, Petterson und Findus durch das nächste Jahr begleiten. Wir gratulieren dem Wahlsieger.

Die Wahlunterlagen

Und hier nun die Wahlunterlagen zum Download:

Sonntag, 2. August 2009

Schienennetz Lummerland mit Lego Duplo

Nachdem ich letztens für unsere beiden Söhne bzw. deren Lego Duplo Lokomotiven ein Drachenkostüm gebastelt habe, wie Emma in der Drachenstadt eines getragen hat, wollte ich mich heute der nächsten Herausforderung annehmen: Die Lummerland-Eisenbahn.

Ich wusste noch, dass irgendwann während der Folgen ein Liniennetz in Lukas' Büro zu entdecken war. Nach diesem Plan suchte ich im Netz – und fand etwas viel besseres: Eine quasi wissenschaftliche Untersuchung über das Lummerländer Liniennetz: Lummerland – auf Dr. König's Märklin-Digital-Page.

Begleitet von einem amüsant geschriebenen Text („holte ich die Videos heraus und durchforstete zur Gaudi meiner verwunderten filia et filii mit nahezu wissenschaftlicher Akribie die Filme nach verwertbarem Material“), schildert Dr. König die Mühen, die er auf sich genommen hat, um das Lummerländer Liniennetz mit Märklin-Schienen nachzubauen. Entdeckte dabei Ungereimtheiten zwischen den Linienplan in Lukas' Büro und den Aufnahmen von der Insel und findet schließlich eine adäquate Linienführung.

Nun war es an mir, diesen Plan zu nehmen und ihn mit Lego Duplo Schienen nachzubauen. Mit den Lego-City Schienen ist dies leider nicht möglich. Im Gegensatz zu dem alten System, mit dem ich noch spielte, kennt das neue weder vernünftiges Licht noch eine gute Möglichkeit, Schienen auf höhere Ebenen zu befördern. Ganz anders mit Lego Duplo.

Für den Bau der in den Bildern dargestellten Bahn benötigte ich:

  • 50 Kurven

  • 28 Geraden

  • 6 Weichen

  • 1 halbe Brücke

Dabei musste ich ein wenig improvisieren, weil ich damit schon hart an der Grenze der Schienenanzahl meiner Söhne war. Aber es passte ohne große Spannung auf den Schienen. Alle Schienen habe ich zwecks besserer Stabilität auf jeweils einen 4x2 Stein gesetzt. Entsprechend läuft die Ebene 2 auf 7 4x2 Steinen Höhe.

Nur die Schienen unter der zweiten Ebene liefen nur auf 4x2 Halbsteinen (halbe Höhe), da ansonsten Lokomotiven wie Thomas oben stecken geblieben wären. Die 4x2 Halbsteine nutzte ich auch, um die Brücke oberhalb der Gleise zu stabilisieren, da die Schienen direkt an einer Verbindungsstelle unter der Ebene 2 durchgingen.

Von der Streckenführung sind meine Söhne und ich absolut begeistert. Sie ist interessant und bietet viel Abwechslung beim Spielen. Nur leider kann bei elektrischen Eisenbahnen nur jeweils eine Lok kollisionsfrei fahren, da die Ebene 2 dafür sorgt, dass für die Lok ein Richtungswechsel stattfindet.

Herzlichen Dank an Dr. König für diese tolle Ausarbeitung, an die Augsburger Puppenkiste für viele schöne Stunden und an Michael Ende für eine so schöne Geschichte!

Sonntag, 26. Juli 2009

Happy Birthday, Jim Knopf!

Emma im Drachenkostüm

Gestern waren wir mit unseren beiden Söhnen (3 und 6 Jahre) in der Uraufführung von „Happy Birthday, Jim Knopf!“ im Schauspielhaus in Hamburg, ein Stück von (und mit) Christian Berg, Musik von Konstantin Wecker und natürlich nach dem Roman von Michael Ende, der dieses Jahr 80 geworden wäre.

Und nicht nur Michael Endes runder Geburtstag steht an, sondern auch der 50. Geburtstag von Jim Knopf, der mit diesem Stück gefeiert werden soll.

Uns hat das Stück unheimlich gut gefallen. Unser 6-jähriger Sohn war hin und weg... für unseren 3-jährigen war es wohl noch nicht so toll. Zumindest war es ihm zu laut, so dass er sich ständig die Ohren zuhielt.

Ich fand das Stück etwas gewöhnungsbedürftig. Es wird, wie versprochen, die gesamte Geschichte von Jim Knopf erzählt, also vom verirrten Paket bis zum Wiedererscheinen von Jambala. Aber alles im Rahmen einer Geburtstagsfeier für Jim Knopf und einer im Rückblick erzählten Geschichte. Einzelne Szenen werden gespielt, andere, wie etwa die Fahrt durch die alles-Licht-schluckenden schwarzen Felsen, werden von Alfons dem Viertel-Vor-Zwölften erzählt.

Nachdem ich mich jedoch daran „gewöhnt“ hatte, war ich restlos begeistert. Das Stück ist äußerst liebevoll geschrieben und das Publikum wird voll in das Stück integriert – sogar durch drei Kinder, die mit auf die Bühne dürfen. Und das Publikum muss etwa die Fata Morganas spielen oder lernt nebenbei das Piratenlied – alles zur Überbrückung von Umbauarbeiten, die fix und unauffällig im Hintergrund passieren.

Von daher kann ich jedem nur empfehlen, sich seine Kinder zu schnappen und ihnen dieses schöne Stück zu präsentieren.

Drachenkopf für eine Lokomotive

Heute, einen Tag später, mussten meine Söhne dann noch einmal einen Blick in die Jim Knopf DVD werfen. Ich nutzte die Zeit und bastelte für die Lego Duplo Loks Thomas und Percy eine Drachenverkleidung (zwei Söhne = zwei Verkleidungen – ging halt nicht anders).

Ich habe hier keine Bastelvorlage, aber anhand der Bilder und der nachfolgenden kurzen Beschreibung sollte es ein leichtes sein, diese Verkleidung (auch für andere Loks) nachzubauen:

  1. Zunächst faltete ich ein Bogen DIN A4 Kartonpapier einmal längs in der Mitte.

  2. Dann kürzte ich die Länge etwas, so dass es in etwa der Länge der Lokomotive entsprach plus einer gewissen Länge für die Schnauze des Drachen. Diese muss natürlich länger sein, je breiter die Lok ist, damit die Schnauze vorne zusammen geführt werden kann.

  3. Das dabei abgefallene Papier habe ich später als Halterung für das Drachenkostüm genutzt. Eine für die Rückseite, damit das Kostüm nicht verrutscht, zwei für die Oberseite, die über den Kessel geführt werden.

  4. Dann schnitt ich, das Papier noch gefaltet, den Drachen grob aus. Das Innere des Mauls nur mit einem kleinen Spalt angedeutet.

  5. Dann schnitt ich Zacken für die Zähne und für den „Kamm“ am Kopf.

  6. Das Auge auszuschneiden war eigentlich unnötig, da Perci und Thomas eh geschlossen sind. Es half aber später dabei, dass auf beiden Seiten die Drachenköpfe auf der gleichen Höhe waren – das mussten sie schließlich sein, da sie ja an der Spitze zusammengeklebt werden mussten. Drachenköpfe noch ohne Bemalung

  7. Nun war noch ein wenig Kunstfertigkeit gefragt – nun, ich glaube, das Drachengesicht ist mir gelungen. Zumindest meine Kinder waren begeistert. Emma noch ohne Verkleidung auf den Drachenköpfen stehend Drachenköpfe sind angemalt

  8. Der schwerste Schritt kam nun: Das Kleben.

    1. Die Lok habe ich in den Klebebereichen vorher in Reste des Kartonpapiers gehüllt – das um zu vermeiden, dass Kleberreste später auf der Lok kleben bleiben.

    2. Die Klebelaschen habe ich an den drei Halterungen geknickt.

    3. Im Bereich außerhalb der Klebelaschen habe ich die Halterungen mit Klebestreifen fixiert. Dazu vorher auf der Klebefläche ordentlich mit dem Fettfinger draufdrücken – so ist die Klebung nicht so permanent und lässt sich leicht wieder lösen.

    4. Mit einem Gummiband habe ich die Laschen dann in Position für das anschließende Klebemanöver gehalten. Bei der ersten Lok war ich noch so geschickt, dass ich das Gummiband nachher einfach nach unten abziehen konnte. Bei der zweiten musste ich das Gummiband leider später zerschneiden. Emma vor dem Ankleben der Drachenköpfe

    5. Jetzt legte ich die Lok auf die Seite und gab auf die drei Klebelaschen ein wenig Sekundenkleber – nur zum ersten Fixieren.

    6. Dann den Drachenkopf aufkleben. Mit dem Auge versuchte ich dann eine markante Stelle zu finden (hier: die Fenster der Lokomotiven), so dass ich auf beiden Seiten den Kopf ungefähr gleich platzieren konnte.

    7. Das gleiche von der anderen Seite.

    8. Nun löste ich Gummiband und Klebestreifen (bei letzteren griff ich zur Pinzette – dann geht es auch mit größeren Fingern).

    9. Mit Klebestreifen habe ich die Laschen dann von der Innenseite noch befestigt.

    10. Im letzten Schritt kam dann an der Spitze des Drachenkopfes ein wenig Sekundenkleber und dann habe ich ihn zusammengedrückt.

  9. Fertig. Bei der ersten Lok habe ich mir noch die Mühe gegeben, sie von innen schwarz anzumalen. Das wirkt ein wenig besser.

Danach ging es dann ans Nachspielen der Jim Knopf-Szenen. Ich freue mich drüber, auch wenn ich nicht wirklich erwarte, dass nächstes Wochenende noch etwas von den Drachenköpfen übrig sein wird.

Drachenkostüm von oben Drachenkostüm neben Emma